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NV Bellikon - Die Seite der Exkursionsinformationen
 

"Riso Amaro"

Reise zu den heiligen Ibissen im Tal der Sesia

25. bis 29. Mai 2020

Die NVB- Reise führt mitten ins Reisanbaugebiet des Piemont, wo im Sommer nebst den heiligen Ibissen aus Ägypten auch viele andere Wasservögel brüten. Unser Übernachtungsort für 4 Nächte ist Vercelli. Die Stadt liegt am Fluss Sesia, einem Zufluss des Po, etwas westlich von Mailand und ca. 120 km von Chiasso entfernt gelegen. Die Gegend um Vercelli ist berühmt für den Reisanbau. Italien produziert mehr Reis als der Rest von Europa. Im Frühling, wenn die Reisfelder geflutet sind, werden dadurch viele Wasservögel angelockt, für welche die bewässerten Felder ein idealer Lebensraum darstellen.

Tag 1: (Montag, 25.5.2020): Hinreise nach Vercelli

Am Montagmorgen fahren wir von Bellikon durch den Gotthardtunnel und über Locarno an den Langensee. Pausenaufenthalt am Ortasee in Orta San Giulio. Rundgang durch den pittoresken, allerdings etwas touristischen Ort und Mittagessen, entweder als Picknick oder in einem lokalen Restaurant.

Im Laufe des Nachmittags treffen wir in Vercelli ein: Zimmerbezug für die 4 folgenden Nächte. Wir übernachten in einem kleinen Bed&Breakfast. 11 Personen im «La Terrarazza Vercelli Bed&Charme», Via San Paolo 18. Weitere Zimmer sind in der Nähe reserviert. Beide Unterkünfte liegen sehr zentral. Das Nachtessen ist jeweils in einem ebenfalls in der Nähe gelegenen Restaurant «Nuova Pizzeria Ristorante Capri», Via Gioberti 31, vorgesehen

Tag 2: Dienstag, 26.5.2020: Einkauf eines Picknicks auf dem Markt von Vercelli, Besuch der Reisfelder und der Naturschutzgebiete Parco Naturale del Lame del Sesia, Isolone Oldenico und Palude di Casalbeltrame

Den Dienstag widmen wir den Vögeln und der Flora in den Naturpärken in der Nähe von Vercelli. Vor der Abfahrt mit dem Bus in Vercelli besteht noch Gelegenheit auf dem Wochenmarkt auf der Piazza Cavour ein Picknick einzukaufen. Anschliessend Abfahrt des Busses. Im Naturpark Lame del Sesia machen wir einen Rundgang durch den Auenwald entlang des Flusses Sesia. Der Isolone d’Oldenico gilt als wichtiger Platz, wo diverse Reiherarten nisten. Das Gebiet ist nicht direkt zugänglich, aber von der Strasse aus gut einsehbar. Etwas weiter gegen Novara liegt ein Feuchtgebiet mitten in den Reisfeldern. Picknick unterwegs.

Die Ibisvögel (Threskiornithidae) sind eine Familie aus der Ordnung Pelecaniformes. Sie umfasst zwei Vogeltypen, die ursprünglich eigene Unterfamilien bildeten: die Ibisse oder Sichler und die Löffler. Sie sind leicht auseinanderzuhalten. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal ist die Schnabelform. Löffler haben einen langen, auffällig abgeplatteten Schnabel, während bei Ibissen der Schnabel abwärts gebogen ist. Heilige Ibisse fliegen zumeist in linien- oder keilförmigen Formationen. Im alten Ägypten wurde der Heilige Ibis als Inkarnation des Gottes Thot verehrt. Daher stammt auch sein Name. Er wurde oft in künstlerischen Arbeiten dargestellt. In Ibisfriedhöfen in Sakkara wurden 1,5 Millionen Ibisse bestattet, in der Grabstätte Tuna el-Gebel zirka vier Millionen.

Löffler und Ibisse sind weltweit vor allem in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Der typische Lebensraum sind Seen oder langsam fliessende Flüsse, sowohl in offenen Landschaften als auch in dichten Regenwäldern. Einige Arten leben aber auch in Steppen und Savannen. Die tropischen Arten sind Standvögel, die wenigen Arten der gemässigten Zonen hingegen echte Zugvögel, die in den Subtropen und Tropen überwintern.



Tag 3: Mittwoch, 27.5.2020: Reisanbau und Sehenswürdigkeiten von Vercelli

Reisanbau

Am Morgen besuchen wir mit dem Bus ein ehemaliges Reisbauerngut (eine Cascina) südwestlich von Vercelli. Das alte Gut, dessen Innenhof allein etwa 1 ha umfasst, wurde in früheren Jahren von den Besitzern während den Wintermonaten, als die Reisproduktion keine Arbeit gab, sorgfältig restauriert und ist heute ein Museum. Wir erleben den Hof mit einer Führung in deutscher Sprache. Neben dem alten Hof liegt der neue Betrieb, in den wir auch einen Blick werfen können. So wird der Übergang von der mühsamen Handarbeit (zu Zeiten des Films «Riso amaro» von Giuseppe de Santis) zur mechanisierten Reisproduktion der heutigen Tage anschaulich übermittelt.
Am frühen Nachmittag fahren wir zurück und besuchen einige der verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt Vercelli.

 

Tag  4: Donnerstag, 28.5.2020: Steppen und Ricetto von Candelo

Riserva naturale «Le Baragge»

 

Dieses Naturschutzgebiet liegt nordwestlich von Vercelli, nahe bei Biella zwischen den Gemeinden Candelo und Mottalciata. Wir haben in Candelo eine Führung gebucht. Die Führung zu Fuss dauert ca. 2 Stunden.

Der Begriff "Baraggia" bezeichnet eine bewaldete Umgebung mit spärlichem Baumbestand. Diese eigenartige Landschaft ähnelt einer afrikanischen Savanne, sie ist weit, unbewohnt und liegt auf einer Hochebene vor der Alpenkette. Typisch sind die weiten Gras- und Heidenflächen mit vereinzelten jahrhundertalten Eichen verschiedener Sorten. In der Antike war dieser Ort dicht bewaldet, aber der Mensch verwandelte ihn durch Abholzung und Schafsbeweidung nach und nach zum jetzigen Zustand.

Von grossem naturschützerischen Interesse sind die für das Baraggio-Territorium typischen Wildtierpopulationen, insbesondere die Insektenfauna mit seltenen und endemischen Arten; darunter auch die endemischen Laufkäfer:

Nach dem Besuch der «Steppe», Rückfahrt in den Ort Candelo, Mittagessen im Ricetto und anschliessend Führung durch diese Anlage.

Ricetto di Candelo

Das Ricetto ist eine Art Fluchtburg, wie sie im Piemont an verschiedenen Orten gebaut wurde, um Leben und Habe der Bevölkerung vor durchziehenden Banden und Kriegsheeren zu schützen. Diese Fluchtburg liegt mitten in Candelo, als Stadt in der Stadt. Die Häuser sind noch im Zustand erhalten, wie sie im Mittelalter erbaut wurden.

Tag 5: Freitag, 29.5.2020: Kartause Pavia, Rückfahrt

Am Freitagmorgen fahren wir zur Kartause von Pavia (Certosa di Pavia). Sie befindet sich einige Kilometer nördlich der Stadt. Besuch der Kirche und des Klosters soweit sie zugänglich sind. Anschliessend Rückfahrt um Mailand herum nach Chiasso. Mittagessen im Grotto Fossati in Meride. Am Freitagnachmittag Rückfahrt nach Bellikon. Ankunft je nach Verkehrsaufkommen auf der Gotthardroute gegen 18 Uhr.

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