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NEOPHYTEN ZUPFEN IST WICHTIG!

 

Ein Einsatz für die Natur im Bellikerwald fand am Sa. 7.7.2018 um 10.00Uhr beim Gemeindehaus statt.
Neophyten sind invasive Pflanzen, welche mit unserer einheimischen Natur in Konkurrenz stehen. Diese Pflanzen sind äusserst erfolgreich, da ihnen die natürlichen Fressfeinde fehlen.

 Schön (aber) gefährlich – Drüsiges Springkraut
Das leicht verwildernde Springkraut bildet dichte Bestände und verhindert die Verjüngung von
Sträuchern und Bäumen. Durch die grossflächige Ausbreitung entlang von Gewässern entsteht Gefahr
durch Erosion.

Ersatzpflanzen: Blutweiderich (Lythrum salicaria), Gewöhnlicher, Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

 

Exkursion ins Reich der Uferschwalben

Uferschwalben in der Grube Müller und auf dem Eichhof bei Stetten (30. Juni 2018)

Um 18.15h besammelte sich die Schar interessierter Familien beim Gemeindehaus. In Fahrgemeinschaften ging's los nach Stetten zum Kieswerk Müller.

In der von Ueli Müller maschinell aufgeschichteten Kieswand zeigte sich ein überraschendes Bild. Hunderte von Uferschwalben haben diese ausserordentliche Nistgelegenheit angenommen und sind aktuell mit der Aufzucht der Jungen beschäftigt.

  

Dem Besucher zeigte sich ein beeindruckendes Brutgeschäft. Während die Altvögel pausenlos auf der Nahrungssuche sind, betteln die Jungen  lautstark aus ihren Höhlenbehausungen um Nahrung.

Der zweite Teil der Exkursion fand auf dem Eichhof, dem nahegelegenen Biohof des Gemüsebauern Erich Traub, statt. Hier konnten wir Rauch -und Mehlschwalben sowie Mauersegler beim Brutgeschäft beobachten.

 

Auf dem gleichen Hof haust auch ein Schleiereulenpaar, welches ebenfalls Junge aufzieht. Die auf dem Boden vor dem Nest liegenden Gewölle aus herausgewürgten unverdaulichen Mäuseresten sprechen Bände.

Mit etwas Geduld kann man aus Gewöllen ganze Mausskelette rekonstruieren, was von den anwesenden Kindern mit grossem Interesse versucht wurde.

Der Anlass war sehr erfolgreich; nicht zuletzt das Verdienst der Herren Müller und Traub, denen wir zu grossem Dank verpflichtet sind.


Das Veredeln und Schneiden von Obstbäumen

Eine Technik, um alte Obstsorten zu vermehren. Auf bestehende junge Obstbäume werden Reiser (Junge Triebe) von seltenen Obstarten aufgepfropft.Erstmals bot der NV Bellikon einen entsprechenden Kurs an. Im Obstgarten von Walter und Rös Hauenstein traf man sich, um unter kundiger Anleitung durch einen Fachmann die Propftechnik zu lernen.

 Obstbäume müssen über Veredlungen vermehrt werden, weil die durch lange Auslese erzielten speziellen Sorteneigenschaften nicht erbfest sind. Bei Aussaat der Samen (generative Vermehrung) spalten die Nachkommen gemäss den Mendelschen Regeln auf.

Durch Steckhölzer oder Stecklinge lassen sich Obstbäume nur mit extremem Aufwand vermehren. Das Veredeln von "Wildlingen" (Unterlagen) mit kurzen, einjährigen Triebstücken (Edelreisern) des gewünschten Mutterbaumes ist deshalb die Methode der Wahl.

Da für jede Obstart verschieden wuchsstarke Unterlagen zur Verfügung stehen, ist ein weiterer Vorteil des Veredelns die Möglichkeit zur Auswahl einer standortgemässen Unterlage. Die Kombination aus Unterlage und Sorte ist entscheidend für spätere Grösse, Ertrag, Alter und Krankheitsanfälligkeit des Baumes. Edelreiser lassen sich zudem leicht über grosse Entfernungen versenden und erlauben so einen leichten Austausch von genetischem Material.

Die Veredlung ist deshalb durchführbar, weil die jungen Zweige der Obstbäume über genügend Regenerationsfähigkeit verfügen, die die Schnittflächen wieder zusammenwachsen lässt. Die Gehölzpflanzen sind anatomisch so organisiert, dass den zentralen Hölzkörper die eigentliche Wachstumszone, das Kambium, umgibt. Dieses produziert flächig in beide Richtungen neues Gewebe, nach innen Holz (Xylem) und nach aussen Bast (Phloem), aus dessen älteren Stadien dann Rinde und Borke entstehen. Im jugendlichen Zustand leitet das Xylem Wasser und Nährlösungen aus den Wurzeln zu den Blättern, das Phloem ist das Transportsystem für die aus der Photosyntese gewonnenen Assimilationsprodukte. Eine Verletzung oder eine Schnittfläche verheilt über ein Wundgewebe (Kallus), das sich ausgehend vom Kambium bildet.


  
   
 Quelle:   BIOkybernetisches Zentrum AAChen (Abb. aus FRIEDRICH 1993: Seite 102)
 

Mauerbau in Bellikon:

Im Bändelacker wurde intensiv gebaut.......

Unsere "Rebmauer" im Winter 05

Die Gemeinde Bellikon investiert in die Erhaltung und die Pflege alter Rebbaustrukturen im Gemeindegebiet.
Nach einer Baustellenbegehung am 7.5.07 durch die Gemeindebehörden, das Bauamt, die Stiftung Umwelt-Einsatz, dem Forst, dem Pächter und dem NVB wird der Arbeitsbeginn aufgegleist.

Eine restaurierte Mauerpartie am 12.7.07                          ......und heute:

Der Einsatz wurde durch Zivildienstleistende durch die Stiftung Umwelteinsatz Schweiz durchgeführt.    Die Koordination und die Planung obliegt dem Gemeinderat und der Einsatzleitung der Stiftung. Ein interessantes Projekt zur Wiederherstellung alter Rebbaustrukturen auf dem Gemeindeboden von  Bellikon. Auf Initiative des NV  Bellikon ist die ganze Planung und Durchführung ins Rollen gekommen. Sehr positiv ist zu vermerken, welch ein offenes Ohr der Gemeindrat von Bellikon hatte, das Ganze in Tat umzusetzen.

Zivildienstleistende im Bellikereinsatz!

Die Natur wird sich diese Mauer bald als Heimat von Eidechsen und seltenen Pflanzen wie z. B. dem Rötlichen Mauerpfeffer zurückerobert haben.

Dereinst wird dann dank diesem Mauerbau ein wertvoller Biotop für seltene Trockenheit liebende Tiere und Pflanzen entstanden sein.....

Und nun ist die Mauer erstellt und bezugsbereit!

 

 

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