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Ernst Hofstetter

 

 

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NEOPHYTEN ZUPFEN IST WICHTIG!

 

Ein Einsatz für die Natur im Bellikerwald am Sa. 7.7.2018 um 10.00Uhr beim Gemeindehaus
Neophyten sind invasive Pflanzen, welche mit unserer einheimischen Natur in Konkurrenz stehen. Diese Pflanzen sind äusserst erfolgreich, da ihnen die natürlichen Fressfeinde fehlen.

 

Schön (aber) gefährlich – Drüsiges Springkraut
Das leicht verwildernde Springkraut bildet dichte Bestände und verhindert die Verjüngung von
Sträuchern und Bäumen. Durch die grossflächige Ausbreitung entlang von Gewässern entsteht Gefahr
durch Erosion.

Ersatzpflanzen: Blutweiderich (Lythrum salicaria), Gewöhnlicher, Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

 


Das Veredeln und Schneiden von Obstbäumen

Eine Technik, um alte Obstsorten zu vermehren. Auf bestehende junge Obstbäume werden Reiser (Junge Triebe) von seltenen Obstarten aufgepfropft.Erstmals bot der NV Bellikon einen entsprechenden Kurs an. Im Obstgarten von Walter und Rös Hauenstein traf man sich, um unter kundiger Anleitung durch einen Fachmann die Propftechnik zu lernen.

 Obstbäume müssen über Veredlungen vermehrt werden, weil die durch lange Auslese erzielten speziellen Sorteneigenschaften nicht erbfest sind. Bei Aussaat der Samen (generative Vermehrung) spalten die Nachkommen gemäss den Mendelschen Regeln auf.

Durch Steckhölzer oder Stecklinge lassen sich Obstbäume nur mit extremem Aufwand vermehren. Das Veredeln von "Wildlingen" (Unterlagen) mit kurzen, einjährigen Triebstücken (Edelreisern) des gewünschten Mutterbaumes ist deshalb die Methode der Wahl.

Da für jede Obstart verschieden wuchsstarke Unterlagen zur Verfügung stehen, ist ein weiterer Vorteil des Veredelns die Möglichkeit zur Auswahl einer standortgemässen Unterlage. Die Kombination aus Unterlage und Sorte ist entscheidend für spätere Grösse, Ertrag, Alter und Krankheitsanfälligkeit des Baumes. Edelreiser lassen sich zudem leicht über grosse Entfernungen versenden und erlauben so einen leichten Austausch von genetischem Material.

Die Veredlung ist deshalb durchführbar, weil die jungen Zweige der Obstbäume über genügend Regenerationsfähigkeit verfügen, die die Schnittflächen wieder zusammenwachsen lässt. Die Gehölzpflanzen sind anatomisch so organisiert, dass den zentralen Hölzkörper die eigentliche Wachstumszone, das Kambium, umgibt. Dieses produziert flächig in beide Richtungen neues Gewebe, nach innen Holz (Xylem) und nach außen Bast (Phloem), aus dessen älteren Stadien dann Rinde und Borke entstehen. Im jugendlichen Zustand leitet das Xylem Wasser und Nährlösungen aus den Wurzeln zu den Blättern, das Phloem ist das Transportsystem für die aus der Photosyntese gewonnenen Assimilationsprodukte. Eine Verletzung oder eine Schnittfläche verheilt über ein Wundgewebe (Kallus), das sich ausgehend vom Kambium bildet.


  
   
 Quelle:   BIOkybernetisches Zentrum AAChen (Abb. aus FRIEDRICH 1993: Seite 102)